• Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

"Revitalisierung der Altstadt Tribsees" Konzepte für Tribsees, erarbeitet von Studierenden der Landschaftsarchtektur aus Osnabrück

"Revitalisierung der Altstadt Tribsees" Konzepte für Tribsees, erarbeitet von Studierenden der Landschaftsarchtektur aus Osnabrück (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: "Revitalisierung der Altstadt Tribsees" Konzepte für Tribsees, erarbeitet von Studierenden der Landschaftsarchtektur aus Osnabrück

„Revitalisierung der Altstadt von Tribsees“

Konzepte für Tribsees, erarbeitet von Studierenden der Landschaftsarchitektur aus Osnabrück

 

 

 

Die Hochschule Osnabrück hat die Spur der temporären Kunstausstellung der Kunstuniversität Linz von 2021 aufgegriffen und die Entwicklungen des ländlich anmutenden Städtchens Tribsees im Sommersemester 2022 unter Förderung des Landes unterstützt. Angeregt dazu wurde Prof. Dirk Manzke, als er im Sommer 2021 mit der Künstlerin Ute Gallmeister aus Anklam in Tribsees die improvisierend künstlerische Arbeitsweise der u.a. aus Linz kommenden Gäste kennenlernen konnte. 

Tribsees ist Teil der neuen Raumentwicklungskategorie „Ländliche GestaltungsRäume“. Diese wurde mit dem Landesraumentwicklungsprogramm 2016 geschaffen. Die eindrückliche Landstadt um Tribsees bietet das Potenzial, geprägt durch ihre mittelalterlichen Strukturen zu einem Kleinod im ländlichen Raum mit kleinteiligen Zukunftsperspektiven zu werden. 

 

Die Umsetzung der Maßnahme zur Revitalisierung der Altstadt von Tribsees, wurde gefördert aus dem Fonds zur Unterstützung der Ländlichen Gestaltungsräume des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LGR-Fonds). 

 

 

Zielsetzung

Im Masterstudiengang Landschaftsarchitektur setzten sich die Studierende in einem Studienprojekt mit den landschaftlich geprägten Bedingungen dieses ländlichen Raumes auseinander. 18 Studierende erarbeiteten in Kleingruppen integrierte Strategien zur Entwicklung dieses ländlichen Gestaltungsraumes. Im Ergebnis entstanden Anregungen, die für eine exemplarische Umsetzung in der Modellregion Tribsees denkbar wären. Herausgearbeitet wurden Handlungsmöglichkeiten, die in kommunale Handlungskonzepte einfließen können. Das Spektrum reicht dabei von kleinteilig naheliegenden Einzelmaßnahmen bis hin zu gemeindeübergreifenden Vorhaben. Besonders angeregt wird eine gemeindeübergreifende Denkweise, die sich entlang der Trebel, aber auch der Recknitz bewegen sollte. 

 

Zugangsweisen / Strategien

Im Studienprojekt wurden in Kleingruppen drei Themenzugänge genutzt: 1. Gartenkultur und Freiraumentwicklung, 2. integrierende Stadt- und Regionalentwicklung und 3. Naturschutz und Landschaftsentwicklung. 

Eine Beteiligung der in Tribsees lebenden Menschen war in Form von Gesprächen, Befragungen und Beobachtungen Bestandteil der Hochschullehre. Ein mehrtägiger Workshop in Tribsees ermöglichte diesen Austausch mit den Menschen vor Ort. 

Im Schwerpunkt „Gartenkultur und Freiraumentwicklung“ (Prof. Dr. Stefanie Krebs) wurden die Grünflächen der Stadt in ihrem räumlichen und kulturellen Zusammenhang in den Blick genommen. Aus dem Kontext der Landstadt wurden Formen des Umgangs mit der Pflanze abgeleitet und zu einem Konzept weitergedacht. 

„Integrierende Stadt- und Regionalentwicklung“ (Prof. Dirk Manzke) sucht auf Basis des Bestandes und der aktuellen Schwierigkeiten nach Wegen einer räumlich gestaltenden Stadtentwicklung. Entwickelt wurden Ideen, Innenstadtbrachen durch Zwischennutzungen immer wieder zu beleben und als Teil des Stadtgefüges anzunehmen. 

Der Schwerpunkt „Naturschutz und Landschaftsentwicklung“ (Prof. Hubertus von Dressler) suchte nach Lösungswegen, die einerseits den Schutz- und Entwicklungserfordernissen insbesondere für die umliegenden Moore und Wasserflächen Rechnung tragen und andererseits bei den Menschen das Verständnis für Schutz der Natur nicht zerstören. 

 

 

 

Zeitplan

Im Februar 2022 gab es erste Gespräch zwischen Vertretern der Gemeinde Tribsees und der Hochschule Osnabrück. Mitte März 2022 begann das Sommersemester, in dem die Studierenden gemeinsam mit ihren ProfessorInnen über Tribsees nachdachten. Zunächst wurden Problemfelder eingekreist, die in konkrete Konzepte für die Stadt überführt werden sollten. Vom 23. bis 26. April 2022 waren die Studierenden dann in Tribsees, um gemeinsam mit ExpertInnen und BürgerInnen der Stadt einen Workshop umzusetzen. Für die Studierenden bedeutete das eine Begegnung mit den besonderen Umständen vor Ort. Leerstand, ungeklärtes Eigentum, Abwanderung oder die Nichtzugänglichkeit geschützter Landschaft wurden aufgespürt. Zurück in Osnabrück konnte an den Konzepten gearbeitet werden. Die Ergebnisse wurden am 13.7.2022 um 17 Uhr im Rathaus vorgestellt und diskutiert. Hierzu waren interessierte Bürger herzlichst eingeladen und gekommen.

Für Tribsees ist interessant, dass das Thema Landschaft inzwischen in die Mitte der Gesellschaft gerückt ist. Landschaft bietet als Freiraum besondere Potenziale. Wie gegenseitige Korrespondenzen zwischen Landschaft und Stadt aussehen können, das dürfte zum anregenden Kern der Zusammenarbeit zwischen Tribsees und der Hochschule Osnabrück werden. Wir freuen uns auf die neuerlichen Begegnungen. 

 

Prof. Dirk Manzke

 

Anlage: 

Teile der Ausstellung im Rathaus Tribsees